Deutscher Gewerkschaftsbund

03.12.2015

Familienarbeitszeit "reloaded"

Um die finanzielle Attraktivität eines partnerschaftlichen Arbeitszeitmodells zu erhöhen beziehungsweise Familien zu ermöglichen, ihre Wünsche umzusetzen, hat die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) vor einiger Zeit das Konzept einer Lohnersatzleistung bei Familienarbeitszeit vorgeschlagen. Bereits vor zwei Jahren hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW)  im Auftrag der FES und der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) die Ausgestaltung einer solchen Leistung konkretisiert und ihre Auswirkungen auf die Arbeitszeit sowie ihre Kosten untersucht. Das Modell der Familienarbeitszeit sieht eine Lohnersatzleistung vor: Diese gilt für Familien, in denen sich beide Partner für eine reduzierte Berufstätigkeit entscheiden (reduziert auf etwa 80 Prozent einer Vollzeitstelle).

In einer aktuellen Nachfolgestudie, haben die Autor/innen Kai-Uwe Müller, Michael Neumann und Katharina Wrohlich das Modell weiterentwickelt und zusätzliche Gestaltungsoptionen untersucht:

  • eine großzügiger gestaltete Lohnersatzleistung
  • eine vereinfachte Variante mit Pauschalleistung (sinnvolle Alternative mit weniger Verwaltung und Kosten)

Statt einer starren Arbeitszeitvorgabe wird in der Studie ein Korridor von 28 bis 32 Stunden gewährt.

  • Vorteil: Mehr Berechtigte und damit steigende Inanspruchnahme im Vergleich zu fixen Arbeitszeitvorgaben
  • Nachteil: Höhere Kosten

Mehr dazu im DIW-Wochenbericht Nr. 46.2015, der hier auszugsweise als PDF zum Download bereitsteht:

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