Deutscher Gewerkschaftsbund

24.02.2011
Umsetzung in der betrieblichen Praxis

Beispiele Zeitkonten

a) Hanning & Kahl

Im mittelständischen Unternehmen wurde zunächst eine Befragung durchgeführt, um die Wünsche der Beschäftigten im Hinblick auf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf abzufragen. Arbeitszeitflexibilisierung wurde als eine Anforderung formuliert. In Kooperation zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat wurde u.a. eine Gleitzeitregelung eingeführt sowie Arbeitszeitkonten eingerichtet, die es den Beschäftigten erlaubt, bis zu 180 Stunden Über- oder Unterstunden anzusammeln.

Kontakt und weitere Informationen: Lothar Specht, Betriebsratsvorsitzender Hanning & Kahl

b) Landesbank Rheinland-Pfalz

Die Landesbank Rheinland-Pfalz ermöglicht den Beschäftigten eine einjährige (Teil-)Freistellung ohne Fortzahlung der Bezüge zur Versorgung eines pflegebedürftigen Angehörigen. Diese flexible Freistellung ist in der Dienstvereinbarung geregelt und setzt voraus, dass der/die Beschäftigte länger als fünf Jahre im Unternehmen beschäftigt ist und die Freistellung spätestens drei Monate vorher schriftlich unter Angabe der vorgesehenen Zeit beantragt.

Kontakt und weitere Informationen: Cläre Holzkämper, Personalrätin Landesbank Rheinland-Pfalz, Tel. 06131/133691, E-Mail: Claere.Holzkaemper@LRP.de

c) Comet Computer

Die Geschäftsführerin der Comet Computer GmbH in München lebt die Arbeitszeitphilosophie: „Alle managen ihre Aufgaben eigenverantwortlich. Und alle müssen Verantwortung dafür übernehmen, dass die Projekte rechtzeitig und qualitativ hochwertig erledigt werden.“ Die Mehrzahl der Beschäftigten sind Teilzeit beschäftigt. Die jeweilige Arbeitszeitvereinbarung ist vertraglich festgehalten, hinsichtlich der Verteilung der Arbeitszeit sind die Beschäftigten jedoch an kein festes Modell gebunden. Jeder schreibt seine Arbeitsstunden eigenständig auf und kann Überstunden flexibel, auch durch ein Sabbatical, ausgleichen oder sich ausbezahlen lassen. (Beck/Graef 2003, S. 41)


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