Deutscher Gewerkschaftsbund

11.01.2019

Home Office? Wir beraten!

Damit es den Beschäftigten nutzt und nicht schadet

Wer im Restaurant serviert, auf der Intensivstation pflegt oder im Labor prüft, kann nicht von zu Hause aus arbeiten. Ein Drittel der Beschäftigten jedoch erledigt bereits heute seine beruflichen Aufgaben zeitweise in den eigenen vier Wänden.

Home Office

DGB VFB-Projekt

Arbeitsorganisation im Sinne der Beschäftigten

Wird Home office freiwillig in Anspruch genommen, kann es viele Vorteile haben: Kein nerviger Stau im Berufsverkehr und die Möglichkeit, auf spontanen Bedarf z.B. in der Kinderbetreuung zu reagieren, ohne viel erklären und organisieren zu müssen. Home Office und Mobile Arbeit können, wenn sie gut organisiert sind, einen wichtigen Beitrag zur verbesserten Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf leisten. Läuft es gut, haben Beschäftigte mehr Zeitsouveränität, konzentriertere Arbeitsphasen und weniger Pendelzeiten.

Grenzenlose Arbeit? Gift für Vereinbarkeit!

Aber das Risiko steigt, dass Arbeit grenzenlos wird, wenn man sie regulär mit nach Hause nimmt. Deshalb sind alle beruflichen Tätigkeiten unbedingt zu erfassen und zu vergüten. Ähnliches gilt für mobiles Arbeiten. Damit die Trennlinien zwischen Arbeit und Privatleben nicht allzu sehr verschwimmen, darf es nicht mit „always on“ übersetzt werden.

Betriebs- und Personalräte sorgen für gute Umsetzung

In vielen Betrieben und Verwaltungen sorgen Interessenvertretungen für gute Regelungen für ihre Beschäftigte - damit Home Office (und mobiles Arbeiten) gute Arbeit ist und nicht zusätzlich stresst. Immer wichtig ist dabei natürlich der Datenschutz - hier lassen sich Datenschutzbeauftragte oder externe Berater_innen ins Boot holen. Weitere Stellschrauben für eine gute Umsetzung von Home Office sind z.B.:

  • Das Management eines Unternehmens muss Verständnis entwickeln für einen Führungsstil auf Distanz und am besten von seiner Wirksamkeit überzeugt sein. Sensibilisierung und Schulung für „Führung auf Distanz“ sollte selbstverständlich sein für Leitungskräfte.
  • Von Bedeutung ist, dass die Beschäftigten in ihrer Verantwortung für sich selbst gestärkt und auf diese neue Arbeitsweise vorbereitet werden. Dazu gehört, sie hinsichtlich gesundheitsgerechten Arbeitsverhaltens zu qualifizieren und über Gefährdungen - etwa durch entgrenzte Arbeitszeiten - zu informieren.
  • Es sollte klare Regeln zur Erreichbarkeit geben. Diese müssen so gestaltet sein, dass eine Erreichbarkeit rund um die Uhr und die unkontrollierte Zunahme der Überstunden möglichst ausgeschlossen ist.
  • Home Office sollte die Möglichkeit einer zeitlichen Befristung haben, damit den Beschäftigten grundsätzlich die Gelegenheit geboten wird, jederzeit auf ihren alten Arbeitsplatz zurückzukehren.

 

Gemeinsam läuft es besser!

DGB VFB-Projekt

Zusammen erreichen wir mehr!

Braucht ihr Beratung zum Thema? Einen Vortrag auf eurer Betriebs- oder Personalversammlung? Unseren Input zu eurer Betriebs- oder Dienstvereinbarung? Oder wollt einfach gemeinsam mit uns überlegen, wie wir euch unterstützen können?

Dann meldet euch bei uns: unter 030/21240-521 oder vereinbarkeit@dgb.de .

 

Frau mit Papieren und Laptop an einem Holztisch

DGB/ammentorp/123rf.com


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Wir unterstützen Interessenvertretungen und Gewerkschafter/innen dabei, Vereinbarkeit in ihren Betrieben und Verwaltungen ganz konkret umzusetzen: mit kostenloser Beratung vor Ort, Workshops, Vorträgen und Infomaterial.
Wir sind für euch da: vereinbarkeit@dgb.de

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