Deutscher Gewerkschaftsbund

Mutterschutz: Die Toolbox zum MuSchG für Betriebsrat und Personalrat

Guter Mutterschutz in Betrieb und Verwaltung leicht gemacht - mit unserer Toolbox für Betriebs- und Personalräte

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist kein Nischenthema mehr. Betriebs- und Personalrät*innen sind die entscheidenden Verbündeten für Beschäftigte und Arbeitgeber, wenn es um eine gute Umsetzung von Mutterschutz geht. Dafür findet ihr hier: 

  • unsere Broschüre zum Mutterschutz mit allen wichtigen Fakten, Gesetzen und Inspirationen zur Umsetzung
  • unser Postkartenset zum Verteilen und Sammeln
  • Gesprächsleitfaden mit Schwangeren und Arbeitgeber 
  • Checkliste für schwangere Beschäftigte 

 

Allgemeine Infos zum Mutterschutzgesetz (MuSchG)

Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) ist im Jahr 2018 novelliert worden. Die Reform verfolgte das Ziel, das 65 Jahre alte Gesetz an die veränderten arbeitsweltlichen und gesellschaftlichen Bedingungen anzupassen und strukturell, inhaltlich und sprachlich zu modernisieren.

Erstmals ist dabei ein doppeltes Ziel verankert worden: Schwangeren und Stillenden ist es bei umfassendem Arbeits- und Gesundheitsschutz und ohne Benachteiligungen zu ermöglichen, ihre Erwerbstätigkeit weiter auszuüben. Damit sind der Arbeits- und Gesundheitsschutz und der Diskriminierungsschutz im MuSchG zeitgemäß miteinander in Einklang gebracht worden. Der Kern des Gesetzes ist immer ein Balanceakt: Schwangere und Stillende sollen ohne Diskriminierung und bei gleichzeitigem umfassendem Gesundheitsschutz weiterarbeiten können. Interessenvertretungen sind zentrale Ansprechpartner*innen für schwangere und stillende Kolleg*innen. Sie können dem Arbeitgeber verdeutlichen, dass die Umsetzung der doppelten Zielsetzung des MuSchG verpflichtend ist.

Das MuSchG schützt »die Gesundheit der Frau und ihres Kindes am Arbeits-, Ausbildungs- und Studienplatz während der Schwangerschaft, nach der Entbindung und in der Stillzeit. Das Gesetz ermöglicht es der Frau, ihre Beschäftigung oder sonstige Tätigkeit in dieser Zeit ohne Gefährdung ihrer Gesundheit oder der ihres Kindes fortzusetzen und wirkt Benachteiligungen während der Schwangerschaft, nach der Entbindung und in der Stillzeit entgegen«. (§1 Abs. 1 MuSchG)

Geltungsbereich des MuSchG

Das MuSchG gilt für jede Person, die schwanger ist, ein Kind geboren hat oder stillt und sich in Deutschland in einem Arbeitsverhältnis nach §7 Abs. 1 SGB IV befindet.

Es findet also auch Anwendung auf Personen, die in Werkstätten für Menschen mit Behinderung oder in Heimarbeit angestellt sind. Das Gesetz gilt auch für Student*innen und Schüler*innen, soweit eine Ausbildungsveranstaltung verpflichtend vorgegeben ist. Allerdings gibt es Schutzlücken für schwangere und stillende Personen in atypischen Beschäftigungsverhältnissen. Zu den atypischen Beschäftigungsformen gehören:

• Teilzeitbeschäftigungen mit 20 oder weniger Arbeitsstunden pro Woche

• geringfügige Beschäftigungen

• befristete Beschäftigungen sowie Zeitarbeitsverhältnisse

Rund 30 Prozent der abhängig beschäftigten Frauen übten 2022 in Deutschland eine atypische Beschäftigung aus. Für Soldat*innen, Beamt*innen und Richter- *innen gelten die unionsrechtlichen Vorgaben des Mutterschutzes und des Arbeitsschutzes. Allerdings gilt das Mutterschutzgesetz nicht unmittelbar für diese Beschäftigtengruppen. Inhaltlich finden sich daher die mutterschutzrechtlichen Regelungen in beamten-, richter- und soldatenrechtlichen Verordnungen wieder.

  • Mutterschutz-Postkartenset

    Das Postkartenset zum Mutterschutz: welche ist deine Favoritin?

    Passend zur Fachbroschüre grüßen dich vier Postkarten. Perfekt, um sie an die Pinnwand zu hängen - oder sie ins Fach der Kolleg*in zu legen. Neugierig machen sie auf jeden Fall!

     

    Hier kannst du das Set kostenlos bestellen
    Postkarte Mutterschutz

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  • Checklisten, Leitfäden, Argumente für guten Mutterschutz

     

    Argumente für guten Mutterschutz:

    Arbeitgeber & Dienstherren sensibilisieren

     

    Ihr seid im Gespräch mit dem Arbeitgeber/Dienstherren zu Vereinbarkeit und insbesondere zum Mutterschutz. Zu teuer, nicht nötig, Luxusthema? Weit gefehlt! Denn der Arbeitgeber/Dienstherr hat hier gesetzliche Pflichten.

     

    Ihr könnt als Betriebs- oder Personalrat maßgeblich dazu beitragen, dass die Arbeit zum Leben eurer Kolleg*innen passt – und dadurch alle gewinnen. Unsere Dialog-Beispiele sollen euch darin unterstützen, wichtige Gesundheitsschutz- und Vereinbarkeitsmaßnahmen im Mutterschutz gegenüber eurem Arbeitgeber/Dienstherren durchzusetzen.

     

    Wie genau, das findest du hier zum Download!

    Toolbox Mutterschutz: Argumente für guten Mutterschutz (PDF, 100 kB)

    Ihr seid im Gespräch mit dem Arbeitgeber/Dienstherren zu Vereinbarkeit und insbesondere zum Mutterschutz. Zu teuer, nicht nötig, Luxusthema? Weit gefehlt! Denn der Arbeitgeber/Dienstherr hat hier gesetzliche Pflichten. Ihr könnt als Betriebs- oder Personalrat maßgeblich dazu beitragen, dass die Arbeit zum Leben eurer Kolleg*innen passt – und dadurch alle gewinnen. Unsere Dialog-Beispiele sollen euch darin unterstützen, wichtige Gesundheitsschutz- und Vereinbarkeitsmaßnahmen im Mutterschutz gegenüber eurem Arbeitgeber/Dienstherren durchzusetzen.

     

    Checkliste für schwangere Beschäftigte
     

    Zuerst einmal: Herzlichen Glückwunsch! Wir freuen uns mit dir.

    Vor dir liegt eine aufregende Zeit! Eine Schwangerschaft bringt viele neue Fragen mit sich. Wir bieten dir hier eine kleine Orientierungshilfe.

     

    Weiterführende Informationen findest du auf unserer Homepage und bei deiner Mitgliedsgewerkschaft. Auch dein Betriebs- oder Personalrat ist für Fragen rund um Schwangerschaft und Elternzeit ein guter Ansprechpartner.  Der Mutterschutz wird durch das Mutterschutzgesetz (MuSchG) geregelt.

     

    Was im Arbeitsleben während Schwangerschaft und Mutterschutzfristen zu beachten ist, findest du in dieser Checkliste.

    Toolbox Mutterschutz: Checkliste für Schwangere (PDF, 106 kB)

    Zuerst einmal: Herzlichen Glückwunsch! Vor dir liegt eine aufregende Zeit! Eine Schwangerschaft bringt viele neue Fragen mit sich. Wir bieten dir hier eine kleine Orientierungshilfe. Weiterführende Informationen findest du auf unserer Homepage und bei deiner Mitgliedsgewerkschaft. Auch dein Betriebs- oder Personalrat ist für Fragen rund um Schwangerschaft und Elternzeit ein guter Ansprechpartner. Wir freuen uns mit dir. Der Mutterschutz wird durch das Mutterschutzgesetz (MuSchG) geregelt. Was im Arbeitsleben während Schwangerschaft und Mutterschutzfristen zu beachten ist, findest du in dieser Checkliste.

     

    Mutterschutz von Anfang an gestalten:

    Ein Gesprächsleitfaden für Betriebs- und Personalräte

     

    Ihr habt es über den Flurfunk, durch euren Arbeitgeber/Dienstherren erfahren: Eine Kollegin ist schwanger.

    Eure Rolle als Interessenvertretung ist jetzt besonders wichtig. Ihr könnt die Kollegin zum Thema Mutterschutz informieren und beraten. Das erste Gespräch mit der Schwangeren zu führen, erfordert Feingefühl, eine fundierte Wissensbasis und intensives Zuhören.

     

    Wie das ablaufen könnte, zeigt dir dieser Gesprächsleitfaden.

    Toolbox Mutterschutz: Gesprächsleitfaden für Betriebsräte und Personalräte (PDF, 125 kB)

    Ihr habt es über den Flurfunk, durch euren Arbeitgeber/Dienstherren erfahren: Eine Kollegin ist schwanger. Eure Rolle als Interessenvertretung ist jetzt besonders wichtig. Ihr könnt die Kollegin zum Thema Mutterschutz informieren und beraten. Das erste Gespräch mit der Schwangeren zu führen, erfordert Feingefühl, eine fundierte Wissensbasis und intensives Zuhören. Wie das ablaufen könnte, zeigt dir dieser Gesprächsleitfaden.

Toolbox - farbige Versionen

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Ihr seid im Gespräch mit dem Arbeitgeber/Dienstherren zu Vereinbarkeit und insbesondere zum Mutterschutz. Zu teuer, nicht nötig, Luxusthema? Weit gefehlt! Denn der Arbeitgeber/Dienstherr hat hier gesetzliche Pflichten.
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