Deutscher Gewerkschaftsbund

Die Digitalisierung verändert Arbeit grundlegend. Jetzt kommt es darauf an, einen guten Rahmen dafür zu zimmern.  

Die neue Plattform hat durchaus Vorteile: Viel Schreibkram erledigt das System jetzt automatisch. Außerdem können sich alle von außen einloggen und arbeiten, wo und wann sie wollen. Stressfreier geworden ist die Arbeit dadurch aber nicht. Im Gegenteil. Erst gestern saß ein verzweifelter Vater bei uns im Betriebsratsbüro. Er hatte seine Stunden reduziert, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Doch Zielvereinbarungen und ständige Deadlines lassen ihm keine Wahl, als trotzdem mehr zu schuften. Jetzt denkt er über Kündigung nach.

  • Moderne Software kann schwere Arbeit und öde Tätigkeiten verringern, aber auch zu Entlassungen und Arbeitsverdichtung führen. Den guten Weg zu finden, ist nicht einfach. 
  • Immer mehr Arbeit und steigende Leistungsanforderungen können Beschäftigte krank machen.
  • Vor allem Männer sind bei selbstbestimmten Arbeitszeiten gefährdet, Überstunden zu machen. Selbstausbeutung ist an der Tagesordnung.
  • Ständige Verfügbarkeit und häufige Unterbrechungen bedeuten Stress: die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen.
  • Die gemeinsame Verantwortung für ein Arbeitsergebnis kann immensen Gruppendruck erzeugen und Einzelne überfordern.
  • Manche Algorithmen und Systemwerkzeuge bergen die Gefahr permanenter Kontrolle.
Was es braucht, damit die technischen und organisatorischen Neuerungen zu guter Arbeit beitragen:
  • Arbeitszeit ist Arbeitszeit und Freizeit ist Freizeit
  • Mehr zeitliche Flexibilität braucht gute Rahmenvereinbarungen - zum Beispiel zu Arbeitszeitkonten und Erreichbarkeit.
  • Können Beschäftigte ihre Ideen einbringen, macht ihnen die Arbeit mehr Spaß
  • Weiterqualifizierung ist das A und O, damit alle an Bord bleiben – auch diejenigen, deren bisherige Tätigkeiten von Maschinen erledigt werden.
  • Projektarbeit funktioniert besser, wenn alle Beteiligten über Arbeitsteilung, Ablauf und Zeitplan mitreden können.
  • Die Personalbemessung muss den tatsächlichen Arbeitsbedarfen angepasst sein.
  • Mehr Eigenverantwortung darf nicht mehr Zeitdruck bedeuten.
  • Leistungs- und Verhaltenskontrollen müssen begrenzt sein. Datenschutz ist wichtig und braucht Mitbestimmung.
so kann es gehen

Arbeit 4.0 ist in aller Munde – und ein schwammiger Begriff. Wir können euch helfen herauszufinden, wie sich Neuerungen auf euren Betrieb auswirken und was das für verschiedene Bereiche und Beschäftigtengruppen bedeutet. Vielleicht ist es sinnvoll eine Betriebs- oder Dienstvereinbarung abzuschließen? Wir begleiten euch gerne. Unser Angebot ist kostenfrei.

  • Worum geht es?

    Die Arbeit wird immer belastender.

    Worum geht es?

    Ideenmanufaktur

  • Was braucht ihr?

    Wir finden es gemeinsam heraus, zum Beispiel...

    was braucht ihr?

    Ideenmanufaktur

  • Was können wir tun?

    Veränderungen einleiten, die für euch passen.

    Was können wir tun?

    Ideenmanufaktur

Beispiele aus unserer Praxis

In unseren Beratungen erarbeiten wir gemeinsam mit Betriebs- und Personalrät/innen und ihren Kolleg/innen ganz konkrete Lösungen und Vereinbarungen. Hier findet ihr Beispiele, wie es gehen kann:

Kla­re Re­geln für Te­le­ar­beit

Der Personalrat der Osnabrücker Stadtverwaltung hat eine Dienstvereinbarung erarbeitet: mit klaren Verfahrensabläufen und Zuständigkeiten.

Unsplash/ Claudio Schwarz Purzlbaum
Be­glei­tung bei der Su­che nach gu­ten be­trieb­li­chen Lö­sun­gen

Wir kennen Instrumente und Wege, um Unternehmen und Verwaltung vereinbarkeitsfreundlich zu machen. Hier erfahrt ihr mehr darüber, wie das funktioniert.

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