Deutscher Gewerkschaftsbund

Bald gehen die Babyboomer in Rente – und viele Betriebe haben Nachwuchsprobleme. Das birgt Risiken und Chancen für gute Arbeit.  

Schon die zweite Absage eines Bewerbers in einer Woche: Der junge Mann teilt mit, dass er lieber bei der Konkurrenz anfangen möchte. Dort gibt es die Möglichkeit von Homeoffice, schreibt er. Außerdem habe ihn das Modell mit den Wahlarbeitszeiten überzeugt. Das kannst du nachvollziehen – und bist beunruhigt. Immer häufiger ist bei euch die Personaldecke zum Zerreißen gespannt, erst vor kurzem hat eine Kollegin gekündigt, weil sie den Stress nicht mehr ausgehalten hat. Wie soll das weitergehen? Das Thema gehört auf die Tagesordnung – und zwar ganz nach oben!

  • Immer mehr Ältere und weniger Jüngere: es drohen große Personallücken
  • Fachkräfte fehlen und es entsteht ein Teufelskreis: der Stresspegel steigt, Kolleg/innen werden krank, Druck nimmt zu, noch mehr fallen aus, Druck wird noch stärker...
  • Schlechte Arbeitsbedingungen vergraulen Beschäftigte – sie gehen auf Teilzeit, suchen sich einen anderen Betrieb oder verlassen die Branche ganz.
  • Junge Menschen wollen sich nicht entscheiden müssen zwischen Privatleben und Beruf. Sie wollen beides. Und immer „nine to five“ arbeiten ist für viele nicht mehr attraktiv.
  • Langweilige Jobs ohne Weiterbildung und Aussicht auf Aufstiegs- und Gestaltungsmöglichkeiten sind out.
Beschäftigte halten und Neue finden geht nur durch gute Arbeitsbedingungen.
  • Das kleine 1 x 1 der Fachkräftebindung heißt: Gutes Betriebsklima, Mitgestaltungsmöglichkeiten und Arbeitsplatzsicherheit. 
  • Weiterbildung nicht nur für die aktuelle Stelle, sondern über den Tellerrand hinaus.
  • Lebensentwürfe werden vielfältiger – und damit auch Arbeitszeitwünsche.
  • Viele junge Leute wollen eine Arbeit, die den eigenen Werten entspricht.
  • Attraktiv sind gute Aufstiegschancen und Wahlmöglichkeiten – gerade für Frauen.
  • Für die Vereinbarkeit von Privatem und Beruf gibt es einen vielfältigen Instrumentenkasten: Jobsharing, Springerpool, flexible und verlässliche Einsatzpläne, Homeoffice, Unterstützung bei der Kinderbetreuung und, und, und...
  • Durch Tarifbindung und attraktive Perspektiven lassen sich Neue gewinnen und halten. Was sie sich wünschen, wissen sie selbst am besten.
so kann es gehen

Viele Betriebe sind noch geprägt aus Zeiten, in denen die Arbeitslosigkeit hoch war. Es ist gar nicht so einfach umzusteuern – vor allem, wenn die Personaldecke dünn und der Stress hoch ist. Wir haben Erfahrung, wie ihr den Kopf frei kriegt und begleiten euch gerne beim Umsteuern. Bei unseren Beratungen steht immer ihr und eure Ausgangslage im Zentrum. Unser Angebot ist kostenlos.

  • Worum geht es?

    Die Arbeit wird immer belastender.

    worum geht es?

    Ideenmanufaktur

  • Was braucht ihr?

    Wir finden es gemeinsam heraus, zum Beispiel...

    was braucht ihr?

    Ideenmanufaktur

  • Was können wir tun?

    Veränderungen einleiten, die für euch passen.

    was können wir tun?

    Ideenmanufaktur

Beispiele aus unserer Praxis

In unseren Beratungen erarbeiten wir gemeinsam mit Betriebs- und Personalrät/innen und ihren Kolleg/innen ganz konkrete Lösungen und Vereinbarungen. Hier findet ihr Beispiele, wie es gehen kann:

Nacht­schich­ten und Fa­mi­lie – wie kann das bes­ser ge­hen?

In der Einsatzleitstelle der Polizeidirektion Osnabrück fängt der Frühdienst für manche später an - es gibt Extraschichten, die zeitversetzt zu den üblichen Arbeitsstunden liegen. Davon profitieren vor allem Familien!

Unsplash/ JC Gellidon
Ar­beits­zei­ten, die ent­las­ten

Im Berliner Technikmuseum hat der Betriebsrat herausgefunden: Gelegentliche Verschiebung von Arbeitsbeginn und -ende nützen Familien am meisten.

Unsplash/ chuttersnap
Wer Fach­kräf­te ge­win­nen will, muss was bie­ten

Familienfreundlichkeit ist ein weites Feld. Deshalb wurde am Chemiestandort Leuna ein Servicebüro für rund 10.000 Beschäftigte eingerichtet.

Unsplash/ absolutvision
Ge­mein­sam mit Be­schäf­tig­ten gu­te Lö­sun­gen fin­den

Der Betriebsrat der Mittelweser Klinik Nienburg weiß es schon lange, jetzt haben es auch Geschäftsführung und Kommunalpolitik verstanden: Mit Familienfreundlichkeit lässt sich Personal binden.

Unsplash/ volodymyr hryshche
Kla­re Re­geln für Te­le­ar­beit

Der Personalrat der Osnabrücker Stadtverwaltung hat eine Dienstvereinbarung erarbeitet: mit klaren Verfahrensabläufen und Zuständigkeiten.

Unsplash/ Claudio Schwarz Purzlbaum

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