Deutscher Gewerkschaftsbund

Sie wollen für ihre Kinder da sein – und befürchten Nachteile: Auch Väter brauchen ein familienfreundliches Betriebsklima.  

Vor kurzem kam ein junger Kollege ins Betriebsratsbüro und schloss gleich hinter sich die Tür. Er werde Papa, verkündete er stolz. Mit leiser Stimme fragte er, ob es im Unternehmen auch Maßnahmen für Väter gibt. Und dann erzählte er von der Angst, seine Aufstiegschancen zu vermasseln, wenn er jetzt ein paar Monate Auszeit nimmt. Als er aufstand, war dir klar: Mütter und Väter brauchen Unterstützung.

  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf – für viele leider immer noch ein reines „Frauenthema“
  • Junge Männer fürchten einen Karriereknick, wenn sie für ihren Nachwuchs zu Hause bleiben – das sehen sie ja oft bei ihren Kolleginnen. Zwei Monate Elternzeit gelten für viele als Maximum.
  • Die Abteilung ist unterbesetzt, ständig neue Deadlines: Wer da zu Hause sein Kind wickelt macht sich unbeliebt und muss mit blöden Sprüchen rechnen.
  • Für viele Väter ist Teilzeit tabu: Sie wollen sogar mehr arbeiten.
  • Es gibt zwar Unterstützungsleistungen für Familien – doch da durchzusteigen ist nicht einfach.
Was es braucht, damit es für junge Väter und Mütter im Arbeitsalltag besser läuft:
  • Es gehört ans schwarze Brett und an die große Glocke: Elterngeld und Elterngeld-Plus belohnen Paare, die sich Erwerbs- und Sorgearbeit partnerschaftlich teilen. 
  • Übersichtliche Informationen über die vielfältigen staatlichen Leistungen für Familien bedeuten am Ende mehr Geld in der Tasche.
  • Möglichst flexible Arbeits- und Anwesenheitszeiten sind das A und O für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Regeln müssen dem Bedarf der Beschäftigten entsprechen.
  • Springer und zuverlässige Vertretungsregelungen erlauben es Eltern, beruhigt durch den Alltag zu gehen.
  • Teilzeitkräfte dürfen bei Weiterbildung und Aufstieg nicht vergessen werden.
  • Verständnis und Vorbilder sind wichtig. Ein teilzeitarbeitender Geschäftsführer - Bingo! Aber auch Elternstammtische oder Porträts von Papas im Intranet können helfen, dass solche Bilder in den Köpfen selbstverständlich werden.
so kann es gehen

Das Betriebsklima auf „väterfreundlich“ umzupolen ist gar nicht so einfach.Wir haben Erfahrung, wie das geht und begleiten Euch gerne. Nicht alles Wünschenswerte ist sofort umsetzbar. Entscheidend aber ist anzufangen. Bei unserer Prozessbegleitung steht immer eure konkrete betriebliche Situation im Zentrum. Unser Angebot ist kostenlos.

  • Worum geht es?

    Die Arbeit wird immer belastender.

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  • Was braucht ihr?

    Wir finden es gemeinsam heraus, zum Beispiel...

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  • Was können wir tun?

    Veränderungen einleiten, die für euch passen.

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Beispiele aus unserer Praxis

In unseren Beratungen erarbeiten wir gemeinsam mit Betriebs- und Personalrät/innen und ihren Kolleg/innen ganz konkrete Lösungen und Vereinbarungen. Hier findet ihr Beispiele, wie es gehen kann:

Ar­beits­zei­ten, die ent­las­ten

Im Berliner Technikmuseum hat der Betriebsrat herausgefunden: Gelegentliche Verschiebung von Arbeitsbeginn und -ende nützen Familien am meisten.

Unsplash/ chuttersnap
Nacht­schich­ten und Fa­mi­lie – wie kann das bes­ser ge­hen?

In der Einsatzleitstelle der Polizeidirektion Osnabrück fängt der Frühdienst für manche später an - es gibt Extraschichten, die zeitversetzt zu den üblichen Arbeitsstunden liegen. Davon profitieren vor allem Familien!

Unsplash/ JC Gellidon
Pfle­ge ist schwer plan­bar

Eine Dienstvereinbarung der Kreisverwaltung Soest ermöglicht rasches Reagieren, um die verschiedenen Bedarfe von pflegenden Angehörigen zu decken.

Unsplash/ zhang kaiyv
Be­glei­tung bei der Su­che nach gu­ten be­trieb­li­chen Lö­sun­gen

Brigitte Dinkelaker und ihre Kolleg/innen kennen Instrumente und Wege, um Unternehmen und Verwaltung vereinbarkeitsfreundlich zu machen.

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