Deutscher Gewerkschaftsbund

Niemand hatte es erwartet, aber jetzt betrifft es alle: Ein Virus katapultierte Millionen Beschäftigte vor fast einem Jahr aus Büros und Klassenzimmern an die heimischen Küchentische. Megastress in Arztpraxen und bei Paketdiensten – Restaurants, Konzerthallen und Kinos dicht. Bis dahin völlig gesunde Unternehmen schickten ihre Belegschaften in Kurzarbeit. Sich im Betriebsratsbüro zur Krisensitzung versammeln – unmöglich. Nach einer kurzen Entspannung im Sommer 2020 befinden wir uns jetzt schon in der dritten Corona-Welle.

Inzwischen wissen wir: Auch 2021 werden wir noch viel mit der Pandemie zu tun haben. Wie unter solchen Bedingungen die Interessen der Kolleg/innen vertreten? Klar ist, dass die Arbeitswelt nicht mehr so sein wird wie vor der Pandemie. Das heißt aber auch: Es gibt Gestaltungsspielräume. Neue Möglichkeiten werden erprobt, wie Arbeit und Privatleben besser zusammen gehen. Diese Chancen sollten Betriebs- und Personalräte nutzen – und Gefahren wie Überlastung, Stress und den Rückfall in traditionelle Geschlechterrollen abwehren. Deshalb haben wir zwölf Tipps für euch zusammengetragen:

01. Lasst euch nicht verunsichern – ihr seid nicht allein!
02. Regelt die Arbeit – egal wo sie stattfindet
03. Erlaubt Homeoffice nur unter klaren Voraussetzungen
04. Sichert den Datenschutz ab
05. Lasst die Arbeitszeiten nicht ausufern
06. Werdet aktiv für den Gesundheitsschutz
07. Organisiert Weiterbildung auf allen Ebenen
08. Denkt an morgen – und plant Ausfälle ein
09. Verhindert traditionelle Mann-Frau-Rollenmuster
10. Nutzt finanzielle Unterstützung vom Staat – und informiert eure Kolleg/innen
11. Organisiert virtuelle Treffen – und wenn möglich echte Begegnungen
12. Solidarisch durch die Krise – seid füreinander da!

 

Schriftzug: Lasst euch nicht verunsichern – ihr seid nicht allein!

In völlig neuen Situationen fühlen sich viele Menschen überfordert. Manche reagieren hektisch und handeln unüberlegt. Andere ignorieren den Ernst der Lage. Vor beidem solltet ihr euch und die Belegschaft schützen.

  • Es ist immer sinnvoll, die Situation in Ruhe zu analysieren. Krisen verlangen schnelles, aber bedachtes Handeln. Holt Euch Unterstützung und informiert euch und die Kolleg/innen, wenn sich unbekannte Anforderungen ergeben: Betriebs- und Personalräte haben das Recht, für ihre Arbeit Fachleute zu konsultieren.
  • Kolleg/innen mit Familienpflichten sind in der Pandemie besonders gestresst. Nutzt euer Mitbestimmungsrecht, um Entlastungen und flexible Ausnahmeregelungen für sie durchzusetzen. Dann können sie ihren Alltag auch in Lockdown-Phasen meistern.
  • Wichtig ist, dass ihr die Erfahrungen und den jeweiligen Bedarf eurer Kolleg/innen abfragt und einsammelt. Nicht für alle bedeutet die Krise das Gleiche. Tauscht euch mit anderen Betriebs- und Personalräten und eurer Gewerkschaft aus. Schließlich muss das Rad nicht immer neu erfunden werden.
  • Vereinbarungen mit der Geschäftsführung schaffen Verbindlichkeit und entlasten die Einzelnen. Bei Rechts- und Tariffragen helfen eure Gewerkschaften – und sie geben euch Rückendeckung. Fragt sie!

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Schriftzug: Regelt die Arbeit – egal wo sie stattfindet

In der Pandemie hat sich gezeigt, dass Beschäftigte in manchen Branchen den Laden auch von zu Hause aus am Laufen halten können – und viele wünschen eine Fortsetzung. Homeoffice und mobiles Arbeiten sind Themen der Mitbestimmung!

  • Noch fehlt der gesetzliche Anspruch auf mobile Arbeit – inklusive Homeoffice. Mindestens so lange sind Betriebs- und Dienstvereinbarungen die beste Alternative.
  • Wer regelmäßig zu Hause arbeitet, braucht einen guten Stuhl, angemessene Beleuchtung, eine ergonomische Tastatur und einiges mehr. Das Arbeitsschutzgesetz gilt für alle!
  • Die erforderliche Technik wie einen Laptop, einen Drucker, ein Firmenhandy etc. müssen  die Arbeitgeber/innen zur Verfügung stellen. Um die Kosten für Miete, Strom und W-Lan abzudecken, bietet sich die Vereinbarung einer monatlichen Pauschale an.

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Schriftzug: Erlaubt Homeoffice nur unter klaren Voraussetzungen

Im Lockdown nutzen viele Arbeitnehmer/innen ihre eigenen Smartphones und Computer. Das sollte die Ausnahme bleiben. Und: Das Arbeiten im Homeoffice ist für Beschäftigte freiwillig.

  • Momentan befristet bis zum 30. Juni 2021 gilt: Arbeitgeber/innen sind verpflichtet, Homeoffice  anzubieten. Sprechen keine zwingenden Gründe dagegen, müssen sie den Beschäftigten das Arbeiten von Zuhause aus ermöglichen, soweit die Tätigkeiten das zulassen. Und Beschäftigte sind - soweit es geht - dazu verpflichtet, das Angebot anzunehmen. Fragt eure Kolleg/innen, was sie wollen. Und schließt am besten eine Betriebsvereinbarung ab.
  • Dabei können wir vom Projekt „Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten!“ euch gerne unterstützen. Und eure Gewerkschaft macht das natürlich auch!
  • Wusstet ihr: Wer sich auf dem Weg zur Kaffeemaschine den Fuß verknackst, ist im Betrieb unfallversichert - zu Hause nicht. Da gibt es Nachbesserungsbedarf: Auch im Homeoffice sollten Beschäftigte künftig voll vom Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung profitieren.

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Schriftzug: Sichert den Datenschutz ab

Aus gutem Grund gibt es in bestimmten Berufen und Dienststellen Schweigepflicht. Genauso haben Beschäftigte das Recht, vor Ausspähung geschützt zu sein. Informationen gegen unbefugte Augen und Ohren zu sichern, ist Sache der Arbeitgeber/innen. In den ersten Corona-Monaten gab es auf diesen Feldern viele Lücken – doch die dürfen nicht überdauern.

  • Egal wo jemand arbeitet – der Datenschutz bleibt gleich. Arbeitgeber/innen dürfen Informationen über die Beschäftigten nur im gesetzlichen Rahmen erheben oder verarbeiten. Soweit es keine staatliche Anordnung gibt, bedarf es der Zustimmung des Betriebsrats.
  • Allerdings ist die Datensicherung schwieriger, wenn die Belegschaft an verschiedenen Orten herumschwirrt. Passwörter und Verschlüsselung müssen sein, um Betriebsinterna, Kunden- und Beschäftigtendaten vor unerlaubtem Zugriff zu schützen.
  • Videokonferenzen sind in vielen Situationen praktisch. Sie sollten allerdings nur auf Plattformen stattfinden, wo niemand die Teilnehmenden ausspähen kann – und die sollten ihren Bildschirm gegen neugierige Blicke abschirmen.

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Schriftzug: Lasst die Arbeitszeiten nicht ausufern

Flexible Arbeitszeiten können entlasten: Ohne großen Aufwand mal eben nach der dementen Mutter schauen oder kurzfristig das Kind zum Zahnarzt bringen. Ungeplant sind da in manchen Betrieben in Corona-Zeiten neue Möglichkeiten entstanden. Doch die Gefahr ist groß, dass Beschäftigte flexibel mehr arbeiten als vertraglich vereinbart – und Vorgesetzte das auch erwarten.

  • Das Gesetz schreibt tägliche Höchstarbeitszeiten und Ruhephasen vor - und die gelten für alle Arbeitnehmenden zu allen Zeiten. Auch wenn Liefer- oder Pflegedienste aktuell Hochkonjunktur haben, müssen die gesetzlichen Regeln eingehalten werden. Dann sollen die Betriebe eben mehr Leute einstellen!
  • Die Lage von Arbeitszeiten ist eine Frage der Mitbestimmung. Um Beschäftigte davor zu schützen, permanent erreichbar zu sein oder Überstunden anzuhäufen, sind Kernarbeitszeiten, klare Regeln zur Erreichbarkeit und konkrete Verabredungen im Team sinnvoll.
  • Behaltet die Arbeitszeiten von allen Beschäftigtengruppen im Blick. Wer nicht im Büro, im Laden oder in der Zentrale präsent ist, spürt oft den Druck zu beweisen, mindestens genau so viel zu schaffen wie die Leute vor Ort. Nicht selten wird der Laptop dann abends noch mal aufgeklappt, sobald die Kinder im Bett sind. Eine digitale Stechuhr zur Zeiterfassung kann hier Grenzen setzen. Auch Betriebsserver lassen sich zu bestimmten Zeiten runterfahren: Feierabend!
  • Elf Stunden Ruhezeit sind notwendig, um gesund zu bleiben!

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Schriftzug: Werdet aktiv für den Gesundheitsschutz

Arbeiten darf nicht krank machen. In Corona-Zeiten sind neue Gefahren hinzugekommen. Wo Menschen nebeneinander am Band stehen, etwas zusammenschrauben oder andere pflegen, sind Mindestabstände von 1,50 Meter kaum einzuhalten. Neben der unmittelbaren Gefahr durch das Virus kann auch die Angst vor Ansteckung stark belasten.

  • Arbeitgeber/innen müssen für gesunde Arbeitsbedingungen sorgen – und sie sind verpflichtet, sie euch darzulegen. Wo Beschäftigte Gefahren ausgesetzt werden: schreitet ein! Unterstützt eure Kolleg/innen, sich zu wehren. Bis zum 30. April 2021 gelten mit der Corona-Arbeitsschutzverordnung noch strengere Regeln als sonst.
  • Achtet darauf, dass es für alle Beschäftigten angemessene Hygienekonzepte und -unterweisungen gibt. Vielleicht muss das Schichtsystem geändert werden. Ein Pandemie-Ausschuss im Betrieb kann geeignete Organisationskonzepte entwickeln. Tut euch zusammen, um gute Lösungen zu finden.
  • Wer Vorerkrankungen hat oder für eine/n Pflegebedürftige/n sorgt, braucht besonderen Schutz. Unterstützt Betroffene, ihre Interessen durchzusetzen.
  • Für jeden Arbeitsplatz muss es eine Gefährdungsbeurteilung geben – und die sollte in der Pandemie aktualisiert werden. Achtet auch auf psychische Belastungen. Nie abschalten zu können oder Angst vor Leistungsüberwachung zu haben, sind Formen von Digital-Stress. Durch gute Regelungen könnt ihr solche Burnout-Risiken stark reduzieren. Das gilt auch im Homeoffice.

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Schriftzug: Organisiert Weiterbildung auf allen Ebenen

Zu Anfang hat der Lockdown alle gezwungen, sich durchzumanövrieren. Das aber ist keine Zukunftsstrategie: Das A & O in Umbruchzeiten ist Weiterbildung. Sie muss den Umgang mit den neuen Techniken und das nötige Know How drumherum vermitteln.

  • Der Einsatz von digitalen Werkzeugen darf nicht zu neuem Machtgefälle führen. Bei der Weiterbildung gehören Kurse über Online-Konferenzen oder neue Software ganz oben auf eure Prioritätenliste.
  • Die Arbeit mitzugestalten sorgt für bessere Abläufe und macht mehr Spaß. Dafür müssen Beschäftigte sich auch in schwierigen Situationen und bei neuen digitalen Anforderungen selbstbewusst verhalten können. Auch methodische und soziale Kompetenzen sind wichtige Themen, wenn es um „lebenslanges Lernen“ geht.
  • Helft euren Kolleg/innen herauszufinden, was ihnen fehlt und wo sie gute Weiterbildungsangebote finden. Wenn nötig, sucht selbst die passenden Dozent/innen und erstellt ein Programm, das auf eure Belegschaft zugeschnitten ist.

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Schriftzug: Denkt an morgen - und plant Ausfälle ein

Die Kita ruft den Kollegen an: Die Tochter muss für zwei Wochen in Quarantäne – sofort. Gut wenn eine solche Meldung nicht gleich die ganze Abteilung in Panik versetzt, weil alle sowieso schon am Limit arbeiten.

  • Ausfälle gehören zum Alltag dazu und sind somit einzuplanen. Das galt schon vor Corona, aber jetzt erst recht. Wo sinnvoll und möglich solltet ihr darauf drängen, dass der Betrieb Springerpools einrichtet und über andere flexible Alternativen nachdenkt.
  • Gut dokumentierte Arbeitsabläufe und klare Vertretungsregelungen minimieren den Stress, wenn Kolleg/innen spontan ausfallen.
  • Vorgesetzte sollten Verständnis dafür haben, dass Mitarbeiter/innen plötzlich anderswo gebraucht werden: Der Großvater ist gestürzt oder der ganze Haushalt muss isoliert werden. Wo es Teamleiter/innen an Empathie mangelt, sollten sie geschult werden. Ihr als Interessenvertretungen könnt darauf drängen, dass das geschieht.

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Schriftzug: Verhindert traditionelle Mann-Frau-Rollenmuster

Als Schulen und Kitas dicht machten, wurde sofort klar: Arbeit und Kinderbetreuung lassen sich nicht zeitgleich bewältigen. Auch nicht im Home Office. Vor allem Frauen haben ihre Stundenzahl reduziert – und das hat Folgen! Wo Geschlechterrollen traditionell verteilt sind, tragen Frauen ein großes Risiko, vom Partner abhängig und im Alter arm zu werden.

  • Nach wie vor herrscht teilweise noch die Vorstellung, dass Mütter nicht Vollzeit arbeiten sollten. Reduziert dagegen ein Mann seine Stundenzahl für die Kinderbetreuung, wird er manchmal leider auch heute noch schief angeguckt. So oder so: Teilzeit darf kein Aufstiegshindernis sein. Auch Führungskräfte brauchen Qualifizierungen, um bei dem Thema endlich im 21. Jahrhundert anzukommen. Darauf solltet ihr hinwirken.
  • Mit gut organisiertem Homeoffice lassen sich Familie und Beruf manchmal leichter vereinbaren. Zugleich ist im Betrieb unsichtbar, wer dort nicht auftaucht. Regelmäßige Teambesprechungen, vorzugsweise „in echt“ oder wenn nicht anders möglich per Video, können das Problem reduzieren.
  • Betriebs- und Personalräte sollten mit Argusaugen darauf achten: Wer im Lockdown seine Arbeitszeit verkürzt oder häufig im Homeoffice arbeitet, darf bei Weiterbildungen und Beförderungen nicht vergessen werden.

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Schriftzug: Nutzt finanzielle Unterstützung vom Staat

Zum Glück gibt es in Deutschland Kurzarbeitsgeld – und das wird durch Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen oft auch noch aufgestockt. Geringfügig Beschäftigte und Soloselbständige haben jedoch keinen Anspruch darauf. Auch Familien mit geringem Einkommen und viele Alleinerziehende kommen spätestens jetzt nicht mehr ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung über die Runden. Macht euch schlau über die Corona-Hilfen und informiert die Kolleg/innen!

  • Wo immer möglich, haben Gewerkschaften für eine Erhöhung des Kurzarbeitsgelds gekämpft. Oft mit Erfolg! Desto mehr Mitglieder es in einer Branche oder einem Betrieb gibt, desto einfacher ist das. Gemeinsam ist man einfach stärker!
  • Es gibt Familienleistungen vom Staat – vor allem für Eltern, aber auch für Pflegende. Familien und Alleinerziehende können beispielsweise Wohngeld, Kinderzuschlag oder die Befreiung von Kitagebühren beantragen. Auch Zuschüsse für Schulmaterialien, die Mitgliedschaft im Turnverein oder Nachhilfe stehen bereit.
  • Wer zu Hause bleibt, weil die Schule geschlossen ist oder das Kind in Quarantäne muss, bekommt pro Elternteil bis zu zehn Wochen lang einen Großteil des ausgefallenen Lohns ersetzt. Für Alleinerziehende gelten bis zu 20 Wochen - so steht es im Infektionsschutzgesetz. Darüber hinaus können Engpässe in diesem Jahr auch mit zusätzlichen Kinderkrankentagen abgefedert werden: Pro Kind und Elternteil können 20 Tage Kinderkrankengeld beantragt werden. Alleinerziehende haben Anspruch auf 40 Tage.
  • Angehörige haben ebenfalls das Recht, sich 20 Tage von der Arbeit freistellen zu lassen, wenn für sie durch die Pandemie akuter Pflegebedarf entsteht.

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Schriftzug: Organisiert virtuelle Treffen und wenn möglich echte Begegnungen

Corona ist ein Crashkurs in digitaler Kommunikation: Millionen haben binnen weniger Monate gelernt, mit Videokonferenzen, Chats und Pads umzugehen. Das eröffnet auch für Betriebs- und Personalräte neue Möglichkeiten, Beschäftigte zu befragen, zu beteiligen und einzubinden. Auch Online-Betriebsversammlungen können bei guter Vorbereitung lebendig sein. Dennoch sollten sie eine Ausnahme bleiben: Für viele Situationen eignen sich reale Treffen besser – zumal sich dann ausschließen lässt, dass Unbefugte mithören.

  • Am wichtigsten in jedem Fall: Bleibt in Kontakt mit euren Kolleg/innen, informiert sie regelmäßig, bezieht sie ein! Auch online.
  • Nur wenn alle Zugang zu entsprechenden Gerätschaften haben und damit umgehen können, sind Online-Treffen sinnvoll. Weil der Zeitaufwand fürs Anreisen entfällt, können Teamsitzungen, Versammlungen und Arbeitskreise einfacher, häufiger und mit mehr Leuten stattfinden.
  • Welche Kommunikationsform jeweils am besten ist, gilt es herauszufinden. Fragt eure Kolleg/innen! Sie haben in den vergangenen Monaten viele Erfahrungen gesammelt. Die solltet ihr auswerten. Und dann gucken, was ihr gut findet und wo der Betrieb noch Technik anschaffen sollte.
  • Viel mehr als gedacht lässt sich online erledigen. Trotzdem sollten sich Teams auch regelmäßig „in echt“ treffen, wenn das verantwortbar ist. Solange die Pandemie anhält, muss mindestens eine Person die nötigen Abstände im Blick haben und regelmäßig das Fenster aufreißen – oder man trifft sich bei schönem Wetter einfach draußen.
  • Gefährdete Kolleg/innen brauchen Sonderregeln. Sprecht mit ihnen und ihren Teams, was sich für alle gut anfühlt.

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Schriftzug: Solidarisch durch die Krise - seid füreinander da!

Die Pandemie hat den Alltag auf den Kopf gestellt. Wer allein wohnt, vermisst Freund/innen, Kolleg/innen, Verwandte. Wo dauernd alle zu Hause hocken und wenig Platz ist, steigt oft der Stresspegel. Viele haben Angst, sich oder andere anzustecken. Hinzu kommen häufig auch noch Geldsorgen.

  • In Umbruch- und Unsicherheitszeiten ist es besonders wichtig, sich miteinander auszutauschen. Wie fühlen sich die Kolleg/innen, was brauchen und was wünschen sie sich? Fragt nach, seid füreinander da!
  • Zwar gelten weiter Abstandsregeln. Zugleich hat die Pandemie aber auch neue Kommunikationswege geschaffen. Warum sich nicht zum Ende der Arbeitswoche vor den Bildschirmen treffen, einen Kaffee zusammen trinken und ein bisschen quatschen? Kreativität ist gefragt, wie sich die Gemeinschaft stärken lässt.
  • Eine gute Unternehmenskultur zeichnet sich nicht nur durch anständige Löhne und Arbeitsbedingungen aus - Wertschätzung und Verständnis gehören ebenso dazu. Wo Chef/innen das nicht beherrschen, sollten sie es lernen. Drängt darauf, dass sie Fortbildungen belegen.
  • Deine Gewerkschaft ist für Dich da. Und auch das Team von "Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten!“. Nutzt unsere Angebote! Kostenfrei.

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***Aktualisiert am 27.04.2021***

Alle Angaben in diesem Text wurden sorgfältig zusammengestellt und geprüft. Trotzdem können wir keine Haftung für Vollständigkeit oder Richtigkeit übernehmen. Der Ratgeber kann im Zweifel keine Rechtsberatung ersetzen, für die bei Bedarf eine Gewerkschaft oder ein/e Jurist/in zurate gezogen werden sollte.

 

 


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