Deutscher Gewerkschaftsbund

Begleitung bei der Suche nach guten betrieblichen Lösungen

Brigitte Dinkelaker und ihre Kolleg/innen kennen Instrumente und Wege, um Unternehmen und Verwaltung vereinbarkeitsfreundlich zu machen.

 

Worin besteht der Nutzen für Betriebsräte und Personalräte, eure Beratung in Anspruch zu nehmen?

Wir sind Expertinnen und Experten für die Themen Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Wir kennen die Stellschrauben für familienfreundliche Arbeitszeitgestaltung, eine gute Unternehmenskultur, beschäftigtenfreundliche Arbeitsorganisation und Entlastung. Wir haben schon viele Betriebe und Verwaltungen begleitet. Immer geht es darum, in konstruktiver Atmosphäre Ideen und Lösungen zu finden und spürbare Verbesserungen zu erreichen.

Wer kann sich von euch beraten lassen?

Telefonisch Auskunft geben wir jeder und jedem – egal ob Beschäftigte, Betriebsrat, Personaler oder Geschäftsführung. Geht es aber um einen Beratungsprozess vor Ort, müssen der Betriebs- oder Personalrat und ein Gewerkschaftsmitglied unmittelbar beteiligt sein.

Weswegen rufen die Leute euch an?

In der Regel gibt es Stress im Betrieb, die Stimmung ist schlecht oder bei einem wichtigen Thema geht es einfach nicht vorwärts. Die inhaltliche Palette reicht vom Umbau des Schichtsystems bis zu Vätern, die sich nicht trauen, Elternzeit zu nehmen. Oder ein Personalrat will eine Dienstvereinbarung zu Homeoffice abschließen, weiß aber nicht wie.

Und was passiert danach?

Im ersten Telefonat klären wir, wo der Schuh drückt, was die Ausgangsbedingungen sind und welche Unterstützung sich die Anrufenden wünschen. Meistens merkt man gemeinsam, ob ein Beratungsprozess Sinn macht. Wenn ja, kommt jemand von uns in den Betrieb oder Verwaltung und bespricht das weitere Vorgehen am runden Tisch – meist mit dem ganzen Betriebsrat, einem Ausschuss oder auch einer fürs Thema engagierten Gruppe.

Wie wird der Prozess geplant?

Wir gucken am Anfang, wohin die Reise gehen soll, welche Rahmenbedingungen und welcher Bedarf konkret vorhanden sind. Und legen dann gemeinsam die Ziele fest. Und schauen: Wer muss mit ins Boot? Welche Etappen wollen wir gehen, wie involvieren wir die Beschäftigten? Später prüfen wir immer wieder, ob die Richtung noch stimmt. Wir sorgen dafür, dass der Prozess ins Laufen kommt, alle zu Wort kommen. Wir setzen gemeinsam Schritt für Schritt die Ideen um. So dass am Schluss ein konkretes Ergebnis für alle vorliegt.

Das geht doch bestimmt nicht immer glatt...

Richtig. Oft stellen wir im Laufe der Zeit fest, dass noch ganz andere Themen zu beackern sind, um gut zusammenarbeiten zu können und das Ziel zu erreichen. Häufig besteht unser Beitrag dann darin, dass im Hintergrund gärende Themen und Konflikte auf den Tisch kommen und geklärt werden. Das kann beispielsweise die Kommunikation oder die Arbeitsteilung in einem Gremium betreffen.

Was macht ihr in solchen Fällen?

Wir moderieren oder übernehmen auch schon mal die Coach-Rolle. Wir sind alle sehr gut ausgebildet und kennen Methoden, um Konflikte beteiligungsorientiert zu lösen, so dass keiner untergebuttert wird. Und wir wissen, wie eine Gruppe gute Kompromisse finden kann. Wir selbst geben keine Lösung vor, sondern helfen der Arbeitsgruppe, das zu finden und umzusetzen, was sie brauchen, können und für sie sinnvoll ist. Dafür haben wir vielfältige Werkzeuge und jede Menge Erfahrung!

Euer Angebot ist ja kostenlos. Wie kommt das?

Finanziert wird das Projekt durch das Bundesfamilienministerium BMFSFJ und die  Mitgliedsgewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB.


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